Luftfeuchtigkeit

Neben der Wärme und dem Licht ist die relative Luftfeuchtigkeit bei der Pflege von Terrarientieren von Bedeutung . Sonneneinstrahlung , Niederschläge , Temperatur und die vorhandene Vegetation beeinflussen die relative Luftfeuchtigkeit .                                                                        Z.B. kann Luft bei 10°C pro m³ maximal 9,4g Wasser aufnehmen , bei 30°C sind es schon 30,3g . Das Verhältnis von vorhandener Luftfeuchtigkeit zum theoretischen Sättigungswert der jeweiligen Temperatur = die relative Luftfeuchtigkeit .  5g in der Luft gelöster Wasserdampf ergeben bei 30°C Lufttemperatur eine relative Luftfeuchtigkeit von 16,5% , bei 10°C Lufttemperatur wären es 53% relative Luftfeuchtigkeit .

Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium wird von 2 wichtigen Faktoren beeinflußt :                                                                                                                          Die Art der Terrarienbeleuchtung  sowie die größe der Lüftungsflächen .  Hierfür gibt es eine Faustregel die gut zu überprüfen ist  -     Trocknet ein Terrarium nach dem Sprühen bald wieder ab , in Steppen - und Wüstenterrarien nach ca. 1/2 - 1 Std , in Regenwaldterrarien nach ca. 2 Std , stimmt die Luftzirkulation innerhalb des Terrariums und die Gesundheit der Tiere wird nicht durch stickfeuchte Stauluft gefährdet .

Auch in Wüsten - oder Steppenterrarien sollte stets eine Ecke ( sinnvoller Weise eine nicht Beheizte )  des Terrariums etwas feucht gehalten werden .

Maßnahmen zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit :

- Vergrößerung des Wasserteils in Wald - oder Regenwaldterrarien .                                                                                                                                                - Beheizen des Wasserteils , ohne allerdings zu übertreiben . Wassertemperaturen von über 26°C  können auf Dauer den Tieren schaden .     - Bewegtes Wasser verdunstet schneller . Einbau von Wasserläufen oder Zimmerspringbrunnen .                                                                                     - Einbau eines Ultraschallverneblers . Bringt aber meist nur bei kleinen - bis mittelgroßen Terrarien einen Erfolg .                                                     - Einsetzen von natürlicher Beplanzung . Durch das Gießen der Terrariumbepflanzung erhöht sich auch die Luftfeuchtigkeit .                            - Einbringen von feuchtigkeitspeicherndem Bodensubstrat . Terrariumhumus , Seramis oder Hydrokultur-Blähton .                                                 - Einbau einer Beregnungsanlage . Mit  Aquarienfiltern oder - pumpen und perforierten  Schläuchen kann man eine kleinere Beregnungsanlage auch selbst herstellen . Sonst werden auch im Fachhandel sehr gute Beregnungsanlagen angeboten . Das hat natürlich auch seinen Preis .                                                    

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Seite eröffnet am : 10.06.02

letztes Up-date am : 18.11.2003