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Futter und Fütterung:
Die Futterpalette von lesueurii ist eigentlich sehr reichhaltig , man muss sich dabei aber jeweils nach den Tieren richten . Es kann sein , dass ein Tier etwas ganz besonders gerne frisst , ein anderes Tier aber dieses Futter nicht einmal ansieht. Dies wird besonders bei Obst und Gemüse oder Früchten deutlich. Insekten (Heuschrecken und Grillen) fressen die Tiere alle gern , auch große Regenwürmer werden von allen Tieren gierig verschlungen . Zophobas sollte man , auch wenn die Tiere sie gerne fressen , nur selten anbieten. Die Gefahr der Verfettung ist hier besonders groß. Im allgemeinen habe ich gute Erfahrungen gemacht mit: Fisch (Stinte) , Muscheln , Krebstieren , großen Insekten , Löwenzahnblüten , Weintrauben , Erdbeeren , Himbeeren , Orangen sowie ab und zu auch Salate . Junge Mäuse oder nestjunge Ratten werden auch angenommen . Wenn ich mit einer Schüssel Muscheln vor dem Terrarium stehe und die Scheibe aufschiebe , springt mich das Männchen immer an, klettert an mir hoch und holt sich so vor den anderen Tieren seine Portion . Überhaupt kann man gar nicht glauben , wenn man die Tiere so sieht , wie schnell sie doch sein können , besonders wenn es ums fressen geht. Eine Hornisse hat sich einmal , zwischen den Schiebescheiben hindurch , ins Terrarium verirrt . Noch bevor ich ein Netz zum Fangen holen konnte , hat das Männchen , nach kurzem Lauf und gewaltigem Sprung , das Insekt aus der Luft gefangen und verspeist . Natürlich muss man auch lesueurii regelmäßig Kalk - und Vitaminpräparate zugeben. Jungtiere werden täglich gefüttert , juvenile Tiere füttert man jeden 2. Tag . Adulten lesueurii genügen 2 Fütterungen in der Woche . Man sollte aber stets aufpassen , dass die Tiere nicht zu dick werden . Die Neigung dazu haben sie jedenfalls.
Zucht: In dem schmalen Verbreitungsgebiet der beiden Unterarten findet sich eine Vielzahl unterschiedlicher Klimata , denen aber eines gemeinsam ist : Ein ausgeprägter Winter !
Ich lege bei meinen Tieren in den Herbstmonaten (Oktober bis Dezember) eine Winterruhe ein . Dafür wird die Temperatur und Einschaltzeit des Tageslichtes über einen Zeitraum von 3 - 4 Wochen kontinuierlich zurück gefahren . Danach gönne ich den Tieren eine Winterruhe von ca. 4 Wochen bei 18° C . Man kann die Tiere auch noch etwas kühler halten . Im Anschluss wird die Temperatur und die Einschaltzeit des Lichtes wieder langsam erhöht . Ist alles wieder auf "Normal" versuche ich die Luftfeuchtigkeit durch zusätzliches Sprühen etwas zu erhöhen . In dieser Zeit paaren sich die Tiere - das Männchen trägt jetzt besonders intensive Farben und jagt die Weibchen nun ständig durchs Terrarium . Aber auch die Weibchen animieren ihn durch ihr Verhalten . 8 - 10 Wochen später werden ca. 6 - 18 Eier , meist im Boden vergraben , abgelegt . Die meisten Gelege umfaßten bisher 10 - 12 Eier . Größe bei Ablage 20 - 25 mm .Die Zeitigung im Inkubator bei ca. 28° C beträgt ca. 65 - 75 Tage. Die Eier haben beim Schlupf eine Länge von ungefähr 35 mm und ihr Umfang hat sich nahezu verdoppelt . |